Hinweis

20180927_AZ_Abgase-von-Zementwerken   2018-09-27_Pingwin-Planet_Mangelhafte-Kontrolle-durch-die-Behoerden-klein.jpg   2018-09-27_Oekoskop_Abgase-von-Zementwerken

Schon wieder negative Schlagzeilen: nachdem im Juni 18 bekannt wurde, dass die JCF krebserregende Stoffe in die Umwelt bläst, hat die Organisation "Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz" AefU eine Aufsichtsanzeige gegen das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kanton Aargaus wegen mangelhaften Kontrollen, u.a. für das Werk Wildegg der JCF eingereicht. Finden Sie den Zeitungsartikel im Aargauer Tagblatt und Hintergrundinformationen auf www.aefu.ch

   

An der Generalversammlung 2018 wurden die Anwesenden von unserem Mitglied Josef Waltisberg informiert, dass in Kürze ein Artikel zum Thema „Schadstoff-Ausstoss“ veröffentlicht wird. Dabei werde es vor allem um den Ausstoss des krebserregenden Giftes Benzol gehen.

An der Versammlung wurde der Vorstand aufgefordert, allfällige Informationen zugänglich zu machen. Beiliegend erhalten Sie den in der Zeitschrift Saldo, Ausgabe 11/2018, erschienenen Artikel sowie eine von Josef Waltisberg verfasste Erklärung, wie und warum Benzol in der Zementherstellung entsteht.

Die Artikel regen zum Denken an. Dabei stellen sich verschiedene Fragen auf mehreren Ebenen:

  • Warum stösst der Gewinner des Aargauer Unternehmenspreises 2018, die JCF, im Jahr 2017 an über 170 Tagen mehr krebserregendes Benzol in die Luft als die Schweizer Grenzwerte erlauben? Welche Konsequenzen trägt die JCF für dieses inakzeptable Verhalten?
  • Warum versucht die JCF nur die augenscheinlichen Probleme (Staub, Erschütterungen, etc.) zu reduzieren, bei den unsichtbaren Emissionen ist dieser Effort aber nicht wahrzunehmen?
  • Warum informiert die JCF die Bevölkerung nicht offen und transparent? JCF-Informationsmaterial wird seit vielen Monaten in den angrenzenden Gemeinden regelmässig und freizügig in sämtliche Haushalte verteilt – neben all dem Marketing hätte eine solche wichtige Information definitiv Platz gehabt! Kann es sein, dass die Bekenntnis zum transparenten Kommunizieren und Handeln vor der eigenen Haustür endet?
  • Warum informieren die Behörden nicht, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist? Warum gewährt der Kanton weiterhin mehrjährige Übergangsfristen, obwohl die Situation innert kurzer Zeit korrigiert werden könnte? Wer deckt hier wen und wer lobbyiert bei wem?

Die IG Gisliflue fokussiert sich weiterhin stark auf den Erhalt der Gisliflue und den umgebenden Lebensraum. Dafür ist es wichtig, dass alle involvierten Partner gemeinsam zufriedenstellende Lösungen vereinbaren können. Das funktioniert aber nur, wenn die Partner verlässlich sind und transparent handeln. 

20180618 AZ Medien: Grenzwerte überschritten - Kanton ordnet Sanierung von Zementwerken an

https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/grenzwerte-ueberschritten-kanton-ordnet-sanierung-von-zementwerken-an-132694159

Anmerkung: Man muss sich kritisch fragen, warum die Situation bisher sowohl von den kantonalen Behörden als auch von der JCF totgeschwiegen wurde, obwohl das Problem offenbar seit Jahren bekannt ist. 

So ködert die Zementindustrie Politiker

Falls Sie noch nicht wissen, wer im Vorstand des Verbandes der Zementindustrie CemSuisse Einsitz hat:

weitere Vorstandsmitglieder

  • Remo Bernasconi, Head Manufacturing Central Europe der Holcim (Schweiz) AG, Zürich
  • Lukas Epple, Delegierter des Verwaltungsrates der Vigier Holding AG, Luterbach
  • Urs Sandmeier, Delegierter des Verwaltungsrates der JURA-Holding, Aarau
  • Stephan Sollberger, Mitglied der Geschäftsleitung der Jura Management AG, Aarau

 

20170511-Lenzburger-Bezirksanzeiger-Leserbrief-Bieri.JPG

Die IG Gisliflue nimmt diese Aussagen zum Verzicht
gerne
zur  Kenntnis und wird auch künftig ALLES
daran setzen,
dass diese Aussagen nachhaltig
Bestand haben.

"Gebrannte Kinder fürchten das Feuer"